Solum – Chapter 1- Der Planet

Das knarren von Holz war das erste Geräusch, welches er hörte, als er seine Augen öffnete und der braun-graue Himmel das erste, was er sah. Er begann langsam, seine Beine zu heben und konnte sich nach ein paar Sekunden auf seine Knie stützen. Nun blickt er aus dem Fenster und sieht, dass sein Zuhause nicht mehr als ein Ödland ist. Es scheint, als geschah es von einem Moment auf den anderen, das er in Ohnmacht fiel, nachdem er ein lautes grollen von außen hörte und sich unter dem Esstisch versteckte. Was auch immer es war, der Aufprall war stark genug um seine Stirn gegen die Unterseite des Tisches zu schlagen und ihm eine Beule zu verpassen, von der er nun immer noch Kopfschmerzen verspürt. Sehr langsam stand er nun auf und richtete seinen Blick zur Türe. 

Langsam läuft er zu dieser. Zuerst berühren seine Hände die kalte, schmutzige Klink. Der Staub und die Späne, die auf ihr Liegen, bleiben an seiner Hand haften. Er drückt sie runter und versucht, die Tür zu öffnen. Anfangs ist sie blockiert und bewegt sich nicht. Doch als er mit einem stärkeren Druck gegen sie stößt, öffnet sie sich und ihm kommt eine große, leere, zerstörte, trostlose und graue Welt entgegen.

“Was ist passiert?” denkt er sich und läuft seine ersten Schritte. Xenova schaut sich genauer um und sieht die Leichen der Bäume. Graue, leicht verbrannte Stämme, denen sämtliche Blätter fehlen. Um sie herum verkohlte Blumenfelder. Er kniet sich hin, streckt seinen rechten Arm aus und greift zu. Vorsichtig zieht er eine der Blumen aus dem Boden. Sie zerbröselt in mehrere Flocken beim sofortigen Kontakt mit seiner Hand. Übrig bleibt die schwarze, weiche Asche. Er schaut bedrückt auf die Überreste der Blume und seines Heimatdorfes. Langsam steht er auf und beginnt weiterzulaufen, während er sich fest verspricht, nicht zurückzuschauen. 

Langsam läuft er über den trockenen, rissigen boden der dem einer Wüste gleichkommt. Er lässt sich noch einmal durch den Kopf gehen, das er nicht mehr in sein Heimatdorf zurückgehen kann, da nichts mehr von diesem übrig war, nichts als Schutt und Asche, also war der einzigste Weg geradeaus durch die Einöde, und diesen ging er jetzt. Der Himmel verdunkelt sich als eine große Aschewolke über ihn her fliegt. Er konnte noch nicht einmal mehr seinen Nachbarplaneten sehen. Ein seufzen kommt aus seinem trockenen Mund und er überlegt, was nun passieren wird. In diesem Moment erblickt er in nicht allzu weiter Ferne ein noch nicht ganz zerstörtes Haus, größer als jedes Haus aus seinem Dorf.

Er nähert sich ihm und schaut es sich genauer an. Die Fassade morsch, die Hälfte der Fenster eingeschlagen und Teile des Daches fehlen. Doch es ist besser, als nichts. Als er die Tür öffnet, kommt ihm eine Staubwolke entgegengeflogen. Schritt für Schritt läuft er durch den Eingangsraum. Die Dielen biegen sich, als er über sie läuft und zeugen ein quietschiges Geräusch. Er schaut sich genauer um, erblickt mehrere, alte Gemälde und am Ende ein Bett, in welches er sich legt. Morgen wird ein langer und anstrengender Tag. Denn er muss sich weiter umschauen und herausfinden, was passiert ist.